Einstieg in ITIL
ITIL - die IT Infrastructure Library - ist mittlerweile sehr weit verbreitet und hat schon lange den Einzug in das Tagesgeschäft gefunden: Viele moderne IT-Organisationen bauen heute auf den Einsatz praxiserprobter und bewährter Standardverfahren, um wirtschaftlich und qualitätsbewußt zu arbeiten.
Wir haben für Sie die wichtigsten Themen zum Einstieg in ITIL zusammengestellt:
- Optimiertes IT-Servicemanagement mit der neuen ITIL-Version 3
- Die Idee zu ITIL
- Der De-Facto-Standard ITIL setzt sich durch
- Informationen und Tipps zu ITIL im IT Process Wiki
Auf dieser Seite:
Optimiertes IT-Servicemanagement mit ITIL V3
2007 wurde eine komplett überarbeitete und verbesserte Version von ITIL veröffentlicht, bekannt als "ITIL-Version 3" bzw. ITIL V3.
ITIL V3 trägt wesentlich dazu bei, dass durch die gestrafften Abläufe in der IT-Organisation langfristig Wettbewerbs-Vorteile für das gesamte Unternehmen erzielt werden können.
ITIL V3: Mehr Flexibilität durch kontinuierliche Serviceverbesserung
ITIL V3 spiegelt die Erfahrungen wider, die mit den vorhergehenden Versionen gewonnen wurden und legt gleichzeitig den Schwerpunkt darauf, das Kerngeschäft von Unternehmen gezielt zu unterstützen.
Im Vergleich zu ITIL V2 – das auf insgesamt neun Büchern fußte – ist ITIL V3 deutlich fokussierter. Es besteht aus fünf Core-Publikationen, die gemeinsam den ITIL V3 Service Lifecycle – den Service-Lebenszyklus - abbilden:
- Service Strategy (Servicestrategie)
- Service Design
- Service Transition (Serviceüberführung)
- Service Operation (Servicebetrieb)
- Continual Service Improvement (Kontinuierliche Serviceverbesserung)
Zugunsten des ITIL Service Lifecycles wurde die Strukturierung der Service-Erbringung in die zuvor zwei ITIL-V2-Hauptdisziplinen "Service Support" und "Service Delivery" durch eine neue Struktur abgelöst, die klar an den fünf Phasen im Lebenszyklus von IT-Services ausgerichtet ist: Diese folgt dem (z.B. aus dem Qualitätsmanagement bekannten) Deming-Kreislauf, der mit den Phasen "Plan-Do-Check-Act" auf die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen abzielt.
In der aktuellen ITIL-Version werden die bereits aus ITIL V2 bekannten Prozessabläufe um zahlreiche neue Prozesse ergänzt; diese Neuerungen in ITIL zeichnen sich besonders dadurch aus, für eine stärkere Kundenorientierung bei der Erbringung der IT-Services sorgen: Ziel ist es, eine messbare positive Wertschöpfung für den Kunden zu erwirken und somit einen bedeutenden Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen.
Die ITIL zugrunde liegenden Prinzipien werden jedoch durch diesen neuen Ansatz nicht in Frage gestellt und sind fast unverändert geblieben.
Wir haben einen kompletten Vergleich zwischen ITIL V3 und V2 in unserem ITIL Wiki für Sie zusammengestellt.
Die Idee zu ITIL
ITIL wurde Ende der Achtziger Jahre von der Central Computing and Telecommunications Agency (CCTA) entwickelt, einer Regierungsbehörde in Großbritannien: Aufgrund der mangelhafte Qualität der von der britischen Regierung eingekauften IT-Dienstleistungen erhielt die CCTA den Auftrag, einen Weg zu finden, diese nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu senken.
Auf dem Weg zu Serviceorientierung und Kostensenkung
Besonders zweckmäßige und wirtschaftliche Verfahrensweisen zur Erbringung von IT-Services wurden bewertet und zusammengeführt - so entwickelte die CCTA einen umfassenden Katalog bewährter und mustergültiger "Best-Practice-Methoden". Genau dieser ist heute unter dem Begriff "ITIL" bekannt.
Kernstück dieser Verfahren ist es, IT Services zielgerichteter und kundenorientierter zu gestalten, indem die Verantwortlichkeiten innerhalb der IT-Prozesse eindeutig festgelegt und effektive, auf den Kunden ausgerichtete Abläufe eingeführt werden. In diesem Zuge soll der in den IT-Organisationen historisch eher auf technischen Themen liegende Fokus vermehrt auf die Servicequalität ausgerichtet werden.
Bewährte Verfahrensweisen für alle Branchen
Die so entstandenen Empfehlungen sind sehr allgemein gültig - die Anforderungen der im Zuge der ITIL-Erstellung untersuchten Unternehmen und Organisationen glichen sich, unabhängig von ihrer Größe oder Branche. Eine entsprechende Reihe von Büchern wird seit 1989 vom Office of Government Commerce (OGC), einer Stabstelle der Regierung von Großbritannien, herausgegeben: ITIL ist ein eingetragenes Warenzeichen der OGC.
Der De-Facto-Standard ITIL setzt sich durch
In den vergangenen Jahren wurde ITIL zum weltweiten De-Facto-Standard für das IT-Service-Management. Unter IT-Verantwortlichen bildete sich zunehmend ein Bewusstsein für Service- und Kunden-Orientierung heraus - genau für diese Idee setzt sich ITIL ein.
Die gemeinsame Terminologie für IT Service Management ist eine unverzichtbare Voraussetzung auch in Situationen, in denen der Betrieb von IT-Infrastruktur ausgelagert werden soll: Über ITIL können die in solchen Fällen notwendigen Kunden-Lieferanten-Beziehungen definiert werden.
Die ITIL-Philosophie hat seither auch in eine Vielzahl anderer Modelle für das IT Service Management Eingang gefunden, wie zum Beispiel
- ISO 20000 bzw. BS 15000: Information Technology - Service Management
- HP ITSM Reference Model (Hewlett Packard)
- IT Process Model (IBM)
- Microsoft Operations Framework
Informationen und Tipps: ITIL im IT Process Wiki
Besuchen Sie zum Einstieg in die Themen rund um ITIL und ISO 20000 unser ITIL Wiki!
Das IT Process Wiki enthält alles Wissenswerte rund um ITIL (die IT Infrastructure Library), IT Service Management, ISO 20000 und um Prozessmanagement.
Sie finden dort sehr viele hilfreiche Informationen, z.B. die kompletten Beschreibungen der ITIL-Prozesse (V3 und V2), ein navigierbares ITIL-Glossar, die Definition der ITIL-Rollen u.v.m.!
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